Eisenhochzeit bei Philipp und Maria Knebel
Waghäusel-Wiesental (ber). Großer Bahnhof in der Wiesentaler Lußhardtstraße: Dort feierten Philipp und Maria Knebel das äußerst seltene Fest der Eisernen Hochzeit. Jeder der Ehepartner ist inzwischen 89 Jahre alt. Im Kriegsjahr 1944 hatten die jungen Leute geheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor. Strahlend, glücklich und lächelnd nahmen die beiden Senioren die zahlreichen Glückwünsche entgegen.
Ein Höhepunkt war für das Jubelpaar der Auftritt des Gesangvereins „Sängerbund", der unter Leitung von Bernd Heim mit mehreren Liedern aufwartete, darunter „Die Rose" von Amanda McBroom und das „Badner Lied" - insgesamt eine Liedauswahl, die den Knebels viel Freude bereitete. Die Beziehungen zum Sängerbund sind schon sehr alt: der Vater von Maria, Otto Mail, war der letzte Wirt des ersten, ab 1862 genutzten Sängerbund-Stammlokals „Zum Grünen Baum", das 1920 aufgegeben werden musste und schon längst abgerissen ist. Philipp Knebel trat kurz nach seiner Hochzeit dem Verein bei und ist dort verdientes Ehrenmitglied.
In seiner Ansprache würdigte Vorsitzender Karl-Heinz Käpplein das „große freudige Ereignis" und übergab eine gerahmte Ehrenurkunde. Zu Recht werde eine 65-jährige Ehe als „Eiserne Hochzeit" bezeichnet. Denn es müsse sich um eine Liebe handeln, die so fest und stark ist wie Eisen, hieß es.
(Schmidhuber)